Leihgroßeltern


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Eine Oma oder ein Opa sind ein Glück für jede Familie. Leider wohnen sie häufig nicht 'um die Ecke'. Jetzt gibt es die Leihgroßeltern von der ILM. Die übernehmen Aufgaben auf Zeit, wie Spielen Vorlesen, Spazierengehen usw., und bereichern so den Familienalltag.

In dem Miteinander zwischen Jung und Alt werden Beziehungen aufgebaut und das Lernen voneinander ermöglicht. Kinder erfahren, dass die Leihgrosseltern Zeit für sie haben und sie ernst nehmen und 'Leihgroßmütter/-großväter' erleben das Aufwachsen der 'Kinder/Enkel'. Eine Bereicherung für beide Seiten. 

Lesen Sie hierzu auch unseren Flyer.

Aktuell suchen wir für verschiedene Familien folgende Leihgroßeltern:

  • Familie (Mutter ist unter der Woche allein) in Möhringen mit einem Mädchen (5 Jahre) und einem Jungen (2 Jahre) sucht eine Leihoma.
  • Familie im Fasanenhof mit einem Jungen (6 Jahre) sucht eine/n aktive/n Leihoma/Leihopa.
  • Mutter mit Sohn (2 Jahre) in Möhringen sucht eine Leihoma.
  • Familie mit drei Kindern sucht für das Nesthäkchen (Mädchen, 1 Jahr) in Sonnenberg eine Leihoma.
  • Familie in Möhringen mit einem Jungen (knapp 2) sucht eine Leihoma
  • Familie in Möhringen mit einem Jungen (8 Jahre) sucht einen Leihopa.
  • Familie mit einem Mädchen (5 Jahre) und einem Jungen (2 Jahre) in Möhringen sucht eine Leihoma.
  • Familie mit einem Mädchen (1,5 Jahre) in Möhringen sucht eine Leihoma.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Birgit Keyerleber, Tel. 457451 oder Jessica Knirsch, Tel. 7168103; bzw. wenden Sie sich per Mail an info@iml-ev.de

Projektleitung: Jessica Knirsch, Birgit Keyerleber

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Wir haben hier für Sie die bisher erschienenen Artikel dieser Projektgruppe nochmals zusammengefasst:

Eine Leihoma ganz für uns alleine - 'Knickbein' Nr. 10/8. Jg., Herbst 2011

Eine Mutter berichte über ihre Erfahrungen mit dem Leihgroßelternprojekt der ILM

Ich bin Mutter von drei Kindern, wohne in Möhringen und widme mich derzeit hauptberuflich meinem kleinen "Familienunternehmen". Da ich neben dem Hausfrauendasein gern noch ehrenamtlich tätig sein wollte, habe ich mich Anfang 2011 bei der ILM gemeldet, als ich las, dass Frau Keyerleber, Diakonin in Möhringen und Hauptverantwortliche für das Leihgroßelternprojekt Unterstützung brauchte. 

Nach einem Treffen mit Frau Keyerleber und einem Besuch bei einem der regelmäßig stattfindenden Treffen von ihr und den Leihgroßeltern, bei dem die Begeisterung der Leihgroßeltern übersprang, wollte ich erstens unterstützend tätig sein und zweitens selbst auch eine Leihgroßmutter für uns haben. Zum Glück schlossen sich diese zwei Wünsche nicht gegenseitig aus und so kamen wir schon bald zu unserer Leihoma. Eigentlich war sie für unseren Jüngsten (damals 1 1/2 Jahre alt) gedacht, aber nach anfänglicher Ablehnung und Skepsis, waren die Mädels (7 und 4) nach ersten Annäherungsversuchen schon bald begeistert, dass da eine nette ältere Dame kommt und Zeit hat für Spiele, Unterhaltung, gemeinsame Gartenarbeit und und und. Meistens ist unsere Leihoma, die wir alle duzen dürfen, einmal die Woche morgens mit dem kleinen Baggerfan unterwegs und besucht Baustellen und Spielplätze mit ihm. Wenn Jasper sie sieht, ruft er schon vor lauter Vorfreude "Badda" (soll Bagger heißen) und spaziert los, ohne sich noch einmal nach mir umzudrehen. In den zwei bis drei Stunden kann ich mich mal ungestört meinen anfallenden Arbeiten und Projekten widmen, ganz ohne schlechtes Gewissen, mein Kind schon wieder einer anderen Mama aufs Auge gedrückt zu haben, so toll die gegenseitige Unterstützung in unserem sozialen Netzwerk auch funktioniert. Wenn Jasper dann später schlafend im Kinderwagen zurückkommt, plauschen die Leihoma und ich meist noch ein wenig, bevor wir wieder eine Woche lang unsere Wege gehen. In Notfällen springt sie sich mal zwischendurch oder an einem anderen Wochentag ein, aber über gebühr wollen wir sie nicht strapazieren, denn sie hat genug andere Termine. 

Und was bekommt sie zurück? In unserem Fall zumindest einmal Hilfe am Computer und einen Abholservice vom Flughafen und hoffentlich das Gefühl, dass auch wir für sie da sind, wenn sie uns mal bräuchte. Bei einem Treffen mit den Leihgroßeltern hat es eine Oma so wunderbar formuliert: "Eigentlich wollte ich geben und nun bekomme ich soviel zurück!" Unsere Leihgroßeltern sind ehrenamtlich tätig und wir Familien machen nur eine geringe Spende pro Besuch der Leihgroßeltern an die ILM, um die Ausgaben des Leihgroßelternprojektes zu decken.

FILDER-ZEITUNG vom 04. Juli 2011 Glückliche Senioren, glückliche Familien

Möhringen. Der Leihgroßeltern-Service hat sich fest etablieret. Nun haben alle Beteiligten erstmals gemeinsam gegrillt. Von Kai Müller

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Der vierjährige Niklas fährt gern mit der Stadtbahn, auch Uli Steinhauer ist ein Fan des öffentlichen Nahverkehrs. Seit fast zwei Jahren sind der Leihopa und sein Leihenkel einmal in der Woche gemeinsam unterwegs. "Wir fahren dann nach Vaihingen zum Eis essen oder gehen Kaffee trinken", sagt Steinhauer. Niklas ist nämlich auch ein Fan des Hefegebäcks Berliner. "Da gibt es dann einen Kakao mit Strohhalm dazu", sagt Niklas.

Im Herbst 2009 startete in Möhringen der Leihgroßeltern-Service, der eines der ersten Projekte des Generationenhauses war. Die Initiative Lebensraum Möhringen (ILM) übernahm die Organisation. Die Leihgroßeltern sollen Zeit für Dinge haben, für die sonst keine Zeit bleibt und damit die Familien im Stadtbezirk Möhringen entlasten. Am Freitag haben sich nun erstmals alle Projektteilnehmer zum gemeinsamen Grillen im Waldheim Möhringen getroffen.

Die Familie Nürnberg ist von Anfang an dabei, auch weil die Großeltern mehr als 500 Kilometer entfernt wohnen: "Wir haben uns einen Opa gewünscht", sagt Denise Nürnberg. Dieser Wunsch ging mit Uli Steinhauer in Erfüllung. Von den Treffen profitieren beide Seiten. "Man wird gefordert und das finde ich gut", sagt der Senior. Auch der wortgewandte Niklas genießt die gemeinsame Zeit mit seinem Leihopa.

Neben der Diakonin Birgit Keyerleber kümmert sich mittlerweile Jessica Knirsch um die Organisation des Projekts. Sie nimmt den Service auch selbst in Anspruch. Einmal in der Woche kommt eine Leihoma vorbei, erklärt Knirsch. Derzeit suchen noch zwei Senioren eine Leihfamilie. Auch sie waren beim Grillen dabei. "Ich bin im Ruhestand und suche eine sinnvolle Beschäftigung", sagt Else Buresch. Uli Steinhauer hat sein Engagement nie bereut, auch wenn er sagt: "Nach den Treffen bin ich manchmal fix und fertig."

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INFO

Wer beim Projekt mitmachen will oder einen Leihopa oder eine Leihoma benötigt, der kann sich unter Telefon 457451 melden.

Leihgroßeltern Projektleitung im Übergang

Die Projektleitung wird seit einiger Zeit im Team von Birgit Keyerleber und Jessica Knirsch wahr- genommen. Jessica Knirsch, Familienfrau und früher ehrenamtlich tätig in der Hausaufgabenhilfe, organisiert nun gemeinsam mit Birgit Keyerleber das Leihgroßelternprojekt. Sie wohnt mit ihrem Mann und den drei Kindern in Möhringen und hat selbst eine Leihoma über unser Projekt.

Im Juli ist ein großes gemeinsames Fest im Waldheim geplant. Alle Familien und alle Leihgroßeltern sind eingeladen. Wir werden spielen, miteinander reden und Würstle grillen.

Nach wie vor suchen wir Leihgroßeltern für Sonnenberg und Möhringen. Genaue Info ́s sind auf der Homepage des Generationenhauses Möhringen zu finden oder bei den Projektleiterinnen zu erfragen. (Birgit Keyerleber)

Leihgroßeltern - Wie wir es erleben

Seit Herbst 2009 sind wir Leihgroßeltern in Möhringen. Unsere „Leihenkel“ sind zwei italieni­sche Jungs im Alter von 9 und 12 Jahren. Ihre leib­lichen Großeltern leben in Sizilien und können nur sehr selten besucht werden.

­Am Anfang waren gemeinsames Kaffee trinken und kennen lernen angesagt. Danach folgten Spazier­gänge mit Enten füttern und Spiele­nachmittage, abwechselnd bei den Leihenkeln und bei uns. Geburtstage von den Jungs und unsere wurden gefeiert und wir besuchten die Fußballspiele der Jungs. Es folgten schöne  Aus­flüge: eine Wall­fahrt nach Zwiefalten, Besuch der Wilhelma und Museen in Esslingen und Waldenbuch, sowie das Tom Sawyer Musical. (Lilia und Volker Scharr)

ILM Leihgroßeltern das Projekt stößt auf viel Interesse

Das Leihgroßeltern-Projekt wächst und wächst. Es sind nun 9 aktive Leihgroßmütter und Großväter, davon ein Ehepaar im Einsatz. Weitere 3 Personen sind am Projekt interessiert, aber noch nicht aktiv tätig, weil sie z.B. noch berufstätig sind.

Es gibt aber immer noch 6 offene Familien, die Bedarf nach Leihgroßeltern haben und somit könnten wir noch dringend neue Mitarbeiter gebrauchen.

Das Projekt wird weiterhin von mir als Geschäfts­führerin geleitet und ich mache  bei allen zukünftigen Leihgroßeltern und den Familien Haus­besuche. Ich möchte mir ein Bild davon machen, wie die Menschen leben, um genau schauen zu können, wer zu wem passt.

Manches Mal mussten wir auch schon erleben, dass es aus verschiedenen Gründen nicht zusammen gepasst hat und dann ist es gut, wenn man ehrlich miteinander umgeht.

Die Gründe aller Familien, die sich bei uns melden, sind die, dass keine eigenen Großeltern in der Nähe sind und die Eltern sich wünschen, dass ihre Kinder Kontakt zur älteren Generation bekommen und sie selbst etwas Entlastung im stressigen Alltag erhalten. So bringt unser Projekt „Jung und Alt„ zusammen und es entstehen hoffentlich gute Beziehungen.

Wer Interesse an einer Mitarbeit hat kann sich gerne mit Birgit Keyerleber, Tel.457451 in Verbindung setzen. (Birgit Keyerleber) 

Stuttgarter Wochenblatt vom 4.2.2010 Großeltern auf Leihbasis

Leihgroßeltern-Projekt findet Anklang

Alle zwei Wochen kommt Abwechslung in das Leben des kleinen Niklas Nürnberg. Der Dreijährige bekommt Besuch von seinem Leihopa. Das Projekt, bei dem ältere Menschen sich Familien anbieten, um mit den Kindern einen Teil der Freizeit zu verbringen, wurde von der Initiative Lebensraum Möhringen ins Leben gerufen. So sollen die Generationen sich näher kommen.

Im Kinderzimmer des dreijährigen Niklas muss erstmal aufgeräumt werden. Auf dem Spielteppich rund um die Holzeisenbahn liegen große Legosteine kreuz und quer. Gut, dass Niklas heute einen Helfer hat. Leihopa Ulrich Steinhauer ist zu Besuch und da macht sogar das Aufräumen plötzlich Spass.

Richtig gelesen, in den Stadtteilen Möhringen, Sonnenberg und Fasanenhof gibt es seit September 2009 einen Leihgroßeltern-Service. Im Zuge des Mehrgenerationenhaus-Projektes, das zusammen mit der Gemeinde Möhringen initiiert wurde, hat sich die Initiative Lebensraum Möhringen, kurz ILM, diese Möglichkeit des Austausches unter den Generationen ausgedacht. 'Die Idee lebt davon, dass Vereine generationenübergreifende Projekte anbieten', sagt die Projektleiterin Birgit Keyerleber von der ILM. Das Leihgroßeltern-Projekt kommt an. Seit September haben sich über zehn Familien gemeldet, deren Kinder sich Großeltern wünschen. So auch Familie Nürnberg aus Möhringen. 'Unsere beide Großelternteile wohnen je 500 Kilometer weit weg. Niklas bekommt Oma und Opa also nur sehr selten zu Gesicht', erzählt Denise Nürnberg. 'Das Angebot von ILM ist deshalb ideal für uns'. Und auch Leihopa Ulrich Steinhauer profitiert davon. Da der Pensionär bisher keine Enkel hat, genießt er es, alle zwei Wochen Niklas zu besuchen uind mit ihm etwas zu unternehmen. Nach der Schnupperphase gibt's nun sogar Ausflüge.

'Niklas ist begeisterter Straßenbahn-Fan, die Ausfahrten gestalten wir also immer mit einer Fahrt im Bus und der Bahn', erzählt Steinhauer. Auch die Eltern von Niklas fanden sehr schnell Vertrauen zum Leihopa. 'Es ist schön zu sehen, wie die beiden miteinander umgehen', freut sich Markus Nürnberg über das freundschaftliche Verhältnis zwischen (Leih)-Enkel und (Leih)-Opa. Das Konzept der ILM, generationenübergreifend zu arbeiten, scheint aufzugehen. 'Allerdings sind wir noch auf der Suche nach Leihgroßeltern', sagt Birgit Keyerleber. Denn der Bedarf an Familien, die sich einen Opa oder eine Oma wünschen, ist größer als der Pool an Großeltern.

Da hat Niklas Glück gehabt, dass es so toll mit seinem neuen Kameraden passt. Und mit Ulrich Steinhauer hat er einen tollen Spielkameraden.

Der ehemalige Architekt weiß genau, wie er den Dreijährigen begeistern kann. Heute wollen die beiden eine Brücke über die Eisenbahnschienen bauen. Aber vorher muss erst einmal aufgeräumt werden.

ILM Leihgroßeltern„Mama, kann man Omas und Opas auch leihen?"

So lautet der Titel unseres Flyers für das neue Projekt Leihgroßeltern der ILM. Dieses Projekt läuft im Rahmen des Generationenhauses Möhringen, das virtuell entstehen und generationenübergreifende Projekte vernetzen soll.

Eine Oma und ein Opa sind ein Glück für jede Familie. Leider wohnen sie häufig nicht „um die Ecke“. Gut, dass es jetzt die Leihgroßeltern von der ILM gibt. Die übernehmen Aufgaben auf Zeit, bereichern so den Familienalltag und verbessern die Beziehung zwischen Jung und Alt. Da die Kinder daraus lernen und erleben, wie schön es ist Großeltern zu haben, und die „ältere „ Generation dabei in Schwung bleibt – ist beiden Seiten geholfen.

Nach einem hervorragenden Medieninteresse kam unser neues Projekt mehrfach in verschiedenen Zeitungen. Daraufhin haben sich 9 Familien gemeldet, die gerne Großeltern wollen und es haben sich 8 Großmütter und Großväter als Leihgroßeltern zur Verfügung gestellt. 

Die vorläufige Projektleitung hat Birgit Keyerleber übernommen (mit tatkräftiger Unterstützung von Frau Diehl) und versucht nun zu „jedem Topf einen Deckel“ zu finden. Geplant sind regelmäßige Treffen unter den Großeltern zum Austausch. Wer fachlichen Rat benötigt, kann diesen bei zwei städtischen Erzieherinnen holen, die sich am Projekt beteiligen. Wir freuen uns sehr, dass alles so gut angefangen hat und sind gespannt auf die Erfahrungen, die beide Seiten machen werden. (Birgit Keyerleber) 

Möhringen Aktuell 10/2009 'Oma und Opa sein als geschätztes Ehrenamt'

Oma und Opa sein als geschätztes Ehrenamt

Das Projekt 'Leigroßeltern' der Initiative Lebensraum Möhringen startet

Ein Zusammenleben mit den Großeltern ist heute die Ausnahme. Viele Großeltern sind noch berufstätig, bereits verstorben oder wohnen weit weg. In Möhringen gibt es deshalb nun ein neues Projekt 'Leihgroßeltern. Das sind Senioren, die sich Kontakt zu Kindern wünschen und sich ehrenamtlich regelmäßig um Kinder kümmern. 'Unser Ziel ist nicht Kinderbetreuung anzubieten, sondern Kinder erleben zu lassen, was Großeltern sind', sagt Inge Diehl. Sie ist Vorsitzende der Initiative Lebensraum Möhringen-Fasanenhof-Sonnenberg (ILM), die das Projekt Leihgroßeltern organisiert.

Die Leih-Omas und -Opas spielen mit den Kleinen, lesen vor, gehen spazieren und passen auf die Steppkes auf, wenn Mama einen Termin hat. All das geschieht ehrenamtlich - lediglich eine Spende, als Kostenersatz, beispielsweise für die Anfahrt der Oma oder des Opas, fällt für die Eltern an.

Die ILM hat das Projekt vergangene Woche gestartet. 'Einige Senioren und Eltern haben sich schon bei uns gemeldet', so Diehl. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der ILM unterhalten sich zunächst mit den interessierten Eltern und den möglichen Leihgroßeltern. Anschließend bringt eine Sozialpädagogin die 'Familie', die passen könnte, zusammen. Dann bleibt es den Eltern überlassen, ob Sie Oma oder Opa zustimmen. Eine Altersbegrenzung für die Enkel gibt es nicht. Interessierte Senioren können aber eine Altersklasse für den 'gewünschten' Enkel angeben.

Das Projekt Leihgroßeltern ist übrigens ein Teil des 'Mobilen Generationenhauses'. Dieses soll Alt und Jung in Möhringen stärker miteinander vernetzen.

Eltern und Großeltern, die sich anmelden oder informieren möchten, erreichen die Initiative Lebensraum Möhringen-Fasanenhof-Sonnenberg unter der Telefonnummer 0711/7194261. es

Filder-Zeitung vom 6. Oktober 2009 Lesermeinung zum Bericht 'Großeltern auf Pump sollen Zeit schenken'

Etwas Wunderbares

Lesermeinung zum

Bericht 'Großeltern auf Pump sollen Zeit schenken' vom 30. September 2009

Das ist wirklich ein 'Leihgeschäft der besonderen Art', wie es Herr Lohmann nennt. Ich erkenne darin auch etwas sehr, sehr Wertvolles - was ja auch mit Münzen und Geldscheinen nicht zu bezahlen ist. Ich selbst bin eine begeisterte Große Mutter von drei Enkeltöchtern; was ich da erlebe, ist so etwas Großes, Schönes, Wertvolles, und ich denke, das ist ein wunderbares Geben und Nehmen. Für alle Beteiligten ist es ein Reichtum, was nicht heißt, dass es nur Sonnenschein bedeutet, manchmal ist es anstrengend oder auch mit Konflikten verbunden, aber das gehört zum Leben.

Großeltern haben noch so viele Lebensweisheiten und wertvolle Schätze auf Lager - und da meine ich nicht die Euro-Scheine. Und das (mit) zu teilen, ist eigendlich etwas ganz Natürliches, was wie selbstverständlich zum Leben gehört - leider stehen in unserer heutigen Zeit meist andere Werte im Vordergrund. Und umso mehr freue ich mich über diese Initiative 'Leihgroßeltern'. Ich wünsche, dass es viele Großeltern und Eltern anspricht, da wo es keine eigenen Enkelkinder oder Großeltern gibt, oder wo die Familien weit entfernt voneinander leben, dass da wertvolle Freundschaften entstehen, die alle Beteiligten als Bereicherung erleben können.

Heidi Malzacher, Möhringen

Filder-Zeitung vom 30. 09. 2009 'Großeltern auf Pump sollen Zeit schenken'

Großeltern auf Pump sollen Zeit schenken

Möhrigen. Die Initiative Lebensraum Möhringen (ILM) will künftig Leihgroßeltern an Familien vermitteln 

Möhringen ist eine von drei Stadtbezirken, die für das Projekt 'Mobiles Generationenhaus' der Bürgerstiftung Stuttgart ausgewählt wurden. Ziel ist es, die Vernetzungen zwischen Alt und Jung zu verstärken. Dazu haben Arbeitsgruppen verschiedene Vorschläge entwickelt. Als eines der ersten Projekte soll nun ein Leihgroßeltern-Service in die Tat umgesetzt werden. Die ILM kümmert sich um die Organisation. 'Das ist eine tolle Lösung', sagte Bezirksvorstehter Jürgen Lohmann gestern bei einem Pressegespräch im Bezirksrathaus. Ähnlich sieht es seine Stellvertreterin Iska Dürr: 'Das Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie der Generationengedanke umgesetzt werden kann.'

Die ILM setzt bei den Leihomas und Leihopas voll auf die Karte Ehrenamt. 'Wir ersetzen aber die Auslagen', sagt die ILM-Vorsitzende Inge Diehl. Es könne schließlich nicht sein, dass man zum Beispiel die Fahrten mit Bus und Bahn zum Ersatzenkel aus der eigenen Tasche bezahlen müsse. Birgit Keyerleber, Diakonin der evangelischen Kirchengemeinde, wird sich um die Projektleitung kümmern - zumindest so lange bis sich jemand findet, der diese Aufgabe ehrenamtlich übernehmen will. 

'Eine regelmäßige Kinderbetreuung durch Tagesmütter ersetzen die Leihgroßeltern aber nicht', ergänzt Keyerleber. Vielmehr soll eine Beziehung ziwschen den Generationen aufgebaut werden. 'Die Großeltern sollen Zeit für Dinge haben, für die sonst keine Zeit bleibt', sagen Diehl und Keyerleber. Es gehe darum, Familien im Stadtbezirk Möhringen zu unterstützen. 'Gerade Alleinerziehende' sind oft am Rand ihrer Kräfte', sagt die Projektleiterin. Da tue es gut, etwa mal eine Stunde in Ruhe einkaufen gehen zu können. Drei Omas und ein Opa warten laut Keyerleber bereits darauf, dass sich Familien melden.

Zwei Mitarbeiterinnen von Kindertagesstätten stehen den Leihgroßeltern mit Rat und Tat zur Seite. 'Bei Fragen zur Erziehung kann man sich an diese wenden', erklärt Keyerleber.

Zugleich sollen regelmäßige Treffs angeboten werden, wo sich die Ersatzomis und -opis austauschen können. Diehl und Keyerleber hoffen, dass viele dauerhafte Beziehungen zwischen den Generationen entstehen. 'Planen kann man so etwas natürlich nicht', sagt die ILM-Vorsitzende. Gleichwohl können die Leihgroßeltern, falls die Chemie zwischen Jung und Alt nicht stimme, jederzeit wieder aussteigen.

Viele Erzieherinnen, so Keyerleber, begrüßten das Projekt. Schließlich wünschten sie sich mehr Tipps von den Großeltern, da manches junge Paar recht unsicher im Umgang mit ihren Kindern sei. 'Diese Ratschläge wirken sich stabilisierend auf die Familie aus', ergänzt die Gemeindediakonin.


Kai Müller


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© 2011 Initiative Lebensraum Möhringen Fasanenhof Sonnenberg e.V. (ILM)