Besucherbus Bethanien

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Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, werden vom Bahnhof Möhringen zum Pflegezentrum Bethanien und zurück gebracht, damit sie ihre Angehörigen und Freunde leichter besuchen können. Indirekt wird auf diese Weise auch die Lebensqualität der Bewohner verbessert. Die Fahrergruppe regelt selbständig den Einsatz an drei Nachmittagen pro Woche ganzjährig im Viertelstundentakt. Gemeinschaftsveranstaltungen, Fortbildungen (Sicherheitstraining, Grundfragen der Altenhilfe) und Auslagenersatz werden angeboten. Jährlich werden ca. 2000 Personen zum Pflegezentrum und zurück befördert. 

Projektleitung: Peter Henke

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Wir haben hier für Sie die bisher erschienenen Artikel dieser Projektgruppe nochmals zusammengefasst:

Besucher-Bus-Bethanien erster „grüner Pfeil“ im Stadtteil Möhringen

Der Besucher-Bus-Bethanien hat sich seit zehn Jahren bewährt. Anfangs hatten wir noch eine Wartehalle für unsere Fahrgäste, welche die SSB noch von der ehemaligen Haltestelle der Buslinie 87 im Bereich des Bürgerhauses vor dem Postparkplatz kostenlos zur Verfügung stellte. Mit dem Neubau unseres Bürgerhauses und frühzeitiger Fertigstellung der neuen Probststraße konnte die Fahrstrecke unseres genehmigten Linienverkehrs zwischen dem Pflegezentrum Bethanien und dem Bahnhof Möhringen verkürzt werden.

Diese Maßnahme wirkte sich für Verstärkungsfahrten durch eine Fahrzeitverkürzung, den Wegfall eines signalisierten Bahnübergangs und den Wegfall einer „Stopp“-stelle und damit auf die Pünktlichkeit des Fahrplans aus.

Die Umgewöhnung der Fahrgäste auf die neue Lage in der Probststraße mit den kurzen Umsteigewegen wurde von den Kunden positiv bewertet. Die Behinderung durch die Ampel an der Einmündung „Probst-/Balingerstraße“ war für viele Fährgässte und insbesondere das Fahrpersonal der „BBB“-Linie nicht nachvollziehbar, da bei „Rot“ am Bahnü- bergang trotzdem nicht nach rechts abgebogen werden durfte. Der erste Antrag beim Amt für öffentliche Ordnung war nicht von Erfolg beschieden, weil die Stuttgarter Auslegungen etwas zu eng gehalten waren. Erst nachdem positive Beispiele aus der Messestadt „LE“, als Argument aus der langjährigen Praxis mit nur einem Fahrstreifen belegt wurden, war auch der Weg für die Anordnung unseres „Grünpfeiles“ geöffnet.

Freie Fahrt dank grünem Pfeil; trotz Rot kann rechts abgebogen werden.

Bezirksvorsteher Lohmann, die Filderzeitung und auch der deutliche Hinweis auf die Vorteile für das neue Polizeirevier im alten Bibelhaus waren Überzeugung genug für die Straßenverkehrsbehörde den „Grünpfeil“ anzuordnen. Die Montage durch das zuständigeAmtfürAbfallwirtschaftund Stadtreinigung war dann schnellstens erledigt. Alle Fahrerinnen und Fahrer des BBB und auch die Fahrgäste freuen sich über die erfolgreiche Regelung.

Wenn keine Einwände vorgebracht werden, dann erhalten unsere Fahrgäste des BBB auch wieder eine Wartehalle mit Sitzgelegenheit an der Haltestelle in der Probststrasse. (Karl-Gregor Möller)

10 Jahre BesucherBusBethanien "Bahnhof Möhringen - Pflegezentrum Bethanien"

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eine ganz besondere Buslinie, wo einem der Bus nicht vor der Nase wegfährt, wo man mit Namen und Handschlag begrüßt wird und wo es nicht verboten ist, sich mit dem Fahrer während der Fahrt zu unterhalten. Das gibt es nur auf der
ILM-Buslinie "Bahnhof Möhringen – Pflegezentrum Bethanien".

Vor 10 Jahren wurde der Linienbetrieb – nach Genehmigung der Straßenverkehrsbehörde - aufgenommen. An drei Tagen in der Woche werden Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, vom Bahnhof zum Pflegezentrum gebracht, damit sie dort Angehörige und Freunde besuchen können.

Das Projekt wurde seinerzeit von den Gründern der "Initiative Lebensraum Möhringen-Fasanenhof-Sonnenberg e.V.", kurz ILM genannt, angestoßen. Bis zur Fahrt des ersten Busses am 24. 6. 2000 galt es viele Hindernisse zu überwinden.
SSB und VVS lehnten aus wirtschaftlichen Gründen die Verlängerung der
Buslinie 72 ab; eine Kleinbuslinie kam wegen des geringen Fahrgastaufkommens nicht in Frage, und die Pläne einer privaten Kleinbuslinie scheiterten trotz Unterstützung von den verschiedensten Seiten an den Auflagen durch das Personenförderungsgesetz.

Die Fahrer haben dann entschieden, dass sie mit ihren eigenen Fahrzeugen den Fahrdienst aufnehmen. 16 bis 18 Ehrenamtliche organisieren den Fahrbetrieb eigenständig an drei Tagen in der Woche im Viertelstunden-Takt vom Bahnhof Möhringen zum Pflegezentrum Bethanien.
Knapp 20 000 Fahrgäste haben den Besucherbus in den vergangenen 10 Jahren genutzt. Und die SSB unterstützen ideell und wirtschaftlich das Projekt mit Aufstellung der offiziellen Haltestellenzeichen und der Aktualisierung der Fahrpläne.

Dank dem Engagement der Fahrerinnen und Fahrer konnte am 21. Oktober 2010 das Jubiläum an der Haltestelle in der Probststraße gefeiert werden mit Bezirksvorsteher Lohmann, Vertreter des Bezirksbeirats, der SSB, Kirchen, des Pflegezentrums Bethanien, langjährigen Fahrgästen, Fahrer der Projektgruppe und Mitglieder und Freunde der Initiative Lebensraum Möhringen-Fasanenhof-Sonnenberg e.V.


Filder-Zeitung vom 23. Oktober 2010 Besucher-Bus Bethanien feiert runden Geburtstag

Möhringen. Ehrenamtliche chauffieren seit zehn Jahren Senioren vom Bahnhof Möhringen und zurück. Von Alexandra Kratz


Der BesucherBus Bethanien ist wohl der einzige Bus in Stuttgart, der einem nie vor der Nase wegfährt, bei dem die Fahrgäste mit Namen und Handschlag begrüßt werden und bei dem es nicht verboten ist, während der Fahrt mit dem Fahrer zu sprechen. Seit zehn Jahren gibt es den ehrenamtlichen Fahrdienst, der im eigenen Pkw ältere Menschen dreimal in der Woche im Viertelstunden-Takt vom Bahnhof Möhringen zum Pflegeheim Bethanien chauffiert und es ihnen so ermöglicht, Angehörige in der Wohnanlage zu besuchen. Gestern wurde der runde Geburtstag gefeiert.

Das Projekt war seinerzeit von Albrecht Roos und Martin Härter, Mitglieder der Initiative Lebensraum Möhringen-Fasanenhof-Sonnenberg (Ilm), angestoßen worden. Doch bis der erste Besucher-Bus Bethanien am 24. Juni 2000 seine Runden drehen konnte, galt es noch viele Hindernisse zu überwinden. Die Stuttgarter Straßenbahnen(SSB) und der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) lehnten aus wirtschaftlichen Gründen die Verlängerung der Buslinie 72 ab. Auch eine Kleinbuslinie kam wegen des geringen Fahrgastaufkommens für SSB und VVS nicht in Frage.

"Die Pläne einer privaten Kleinbuslinie scheiterten trotz Unterstützung von den verschiedensten Seiten an den Auflagen durch das Personenbeförderungsgesetz", sagte die Ilm-Vorsitzende Inge Diehl. Zwar habe es kurzfristig tatsächlich einen Kleinbus gegeben. Doch die überwiegende Mehrzahl der ehrenamtlichen Fahrer hatte keinen Busführerschein. Daher hatte man nur die Möglichkeit, entweder den Bus so umzubauen, dass es in diesem nur noch eine sehr begrenzte Anzahl an Plätzen gibt, oder aber das eigene Auto zu nehmen. Die Initiatoren entschieden sich für die zweite Variante. An der Bezeichnung Besucher-Bus hielt die Ilm dennoch fest.

Rund 20 000 Fahrgäste haben den Besucherbus Bethanien in den vergangenen zehn Jahren genutzt. Dem Fahrerteam gehörten immer 16 bis 18 Ehrenamtliche an. "Ohne ihr Engagement könnten wir heute kein Jubiläum feiern", sagte Diehl. Doch auch die SSB haben das Projekt "ideell und wirtschaftlich" unterstützt, so die Ilm-Vorsitzende. So habe das Nahverkehrsunternehmen beispielsweise die offiziellen Haltestellenzeichen aufgestellt und die Fahrpläne regelmäßig aktualisiert.

Dank richtet Inge Diehl auch an Bezirksvorsteher Jürgen Lohmann, der das Projekt von Anfang an begleitet und unterstützt habe. Lohmann gab das Lob zurück. "Dass jemand nicht nur Zeit, sondern auch noch sein 'heiliges Blechle' - also das eigene Auto - zur Verfügung stellt, ist für einen Schwaben schon außergewöhnlich", sagte der Schultes.

Und weil das Projekt seinen zehnten Geburtstag feierte, brachte Lohmann auch gleich noch zwei Geschenke mit: Zum einen spendet der Möhringer Bezirksbeirat den ehrenamtlichen Fahrern 300 Euro aus seinem Kulturetat für eine "teambildende Maßnahme", wie Lohmann es formulierte. Zum andren sagte das Ordnungsamt auf Lohmanns Drängen vor kurzem zu, an der Kreuzung Probststrße/Balinger Straße einen grünen Rechtsabbieger-Pfeil in Richtung Bethanien anzubringen. 

Besucherbus Bethanien Seit Juni 2000 besteht dieses Angebot.

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17 Männer und Frauen haben sich bereit erklärt, dreimal wöchentlich am Dienstag, Donnerstag und Samstag zwischen 14.00 und 16.30 Uhr Besucher des Pflege­zen­trums vom Bahnhof nach Betha­nien und wieder zurück zu fahren.

So konnten im letzten Jahr knapp 2000 Personen befördert werden. Für viele der Besucher ist der Fußweg zu beschwerlich, deshalb sind die Fahrgäste dankbar für diese ehrenamtliche Einrichtung und für die Möglichkeit, ihre Ver­wand­ten und Freunde zu besuchen. Für die Be­woh­ner des Pflegezentrums ist es not­wen­dig und hilfreich zu erfahren, dass sie nicht ver­gessen sind. Das Fahrangebot ist kos­tenlos, doch dürfen die Fahrgäste in Bethanien einen Unkostenbeitrag in ein auf­ge­stelltes Kässchen einwerfen.

Jeder des Teams kommt durch­schnittlich einmal im Monat  an die Reihe. Im An­schluss an eine der Besprech­ungen wird das Team zu einem gemütlichen Ves­per  und einer Kegelrunde eingeladen. Auch weiterhin sind die Fahrerinnen und Fahrer mit Freude bei diesem ehrenamtlichen Engagement dabei. (PH)


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© 2011 Initiative Lebensraum Möhringen Fasanenhof Sonnenberg e.V. (ILM)