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Dätsch mer net... und sie tun es weiter!

Klaus Eberle, 06.April 2018


Die Dienste der 7 Helferinnen und Helfer erfreuen sich zunehmender Nachfrage: Wo die Bilanz für 2017 erst 99 Aufträge mit 118,65 Stunden aufweist, zeigt die Zwischenbilanz für 2018 nach 3 Monaten schon 42 Aufträge mit 54,4 Stunden. Somit waren 14 Aufträge pro Monat zu bearbeiten und jedes Mitglied der Gruppe war im Durchschnitt zweimal pro Monat im Einsatz. Trotz dieser Zunahme der Nachfrage hat Dätsch mer net aber noch freie Kapazitäten und die Werbetrommel darf weiter gerührt werden. Erfreulich zunehmende Tendenz zeigt auch das Spendenaufkommen: 2017 flossen 1682 € in den Spendentopf der ILM, 2018 sind es bisher 620 €.

Welche Anfragen werden nun durch Herrn Bausch in der Telefonzentrale von Bethanien an die Helferinnen und Helfer weitergeleitet? Dazu einige Beispiele: Defekte Glühlampen in Deckenleuchten austauschen, Vogelhäuschen reparieren, Siebe in Spül- und Waschmaschinen reinigen, ausgerissene Schrankscharniere befestigen, Router für Internetverbindung einrichten, oder ein neues Betriebssystems auf einem Laptop installieren. Meistens lassen sich die Reparaturen und Instandsetzungen zügig erledigen. Manchmal besteht darüber hinaus aber noch Gesprächsbedarf, was die Verweildauer vor Ort oftmals deutlich verlängert. Doch zuzuhören und über Probleme zu sprechen ist genau so wichtig, wie es die handwerklichen Handreichungen sind. 

Natürlich erlebt man als Dätschmernetler auch manch Kurioses: Ein defekte Glühlampe hinter einer opaken Glaskugel einer Deckenleuchte soll ausgetauscht werden. Aber nach Entfernung der Glaskugel stellt sich heraus, dass die Fassung leer ist. Bei einer früheren Aktion hatte sich wohl herausgestellt, dass die Zuleitung zur Fassung defekt ist und somit der Einsatz einer neuen Glühlampe keine „Erleuchtung“ bringen kann. Das Angebot, eine aufwendigere Reparatur der Zuleitung durchzuführen, nahm die Auftraggeberin aber nicht an, weswegen die eine von acht Glaskugel nach wie vor dunkel ist. Eine andere, 95-jährige Dame rief aufgeregt ins Telefon: „Kommen sie bitte schnell, ich bin soeben vom Krankenhaus heimgekommen und im Spülbecken läuft das Wasser nicht ab!“ Die Auftraggeberin empfing den Helfer mit einem Pressluftgerät und der Anweisung, damit zu arbeiten. Eins-zwei-drei Stöße, der Abfluss war frei und alle Beteiligten freuten sich, wie schnell das Problem gelöst wurde. Mancher Auftrag ist eine echte Herausforderung. Um zu erkennen, dass eine moderne LED-Lampe nicht mit einem veralteten Dimmer zu betreiben ist, braucht der Helfer mehrere Versuche, bis er schließlich zum Baumarkt fährt und ein neuen Schalter besorgt.

Für die Helfer der schönste Lohn ist die Dankbarkeit der Auftraggeber zu erfahren. Die daraus resultierende Erkenntnis, die eigene Zeit für etwas Sinnvolles verwendet zu haben, vermittelt Genugtuung und viel Freude. 

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